Elmar Baumann, VDB-Geschäftsführer, zum Beschluss des Europäischen Parlaments

Der Ablehnungsantrag zum geplanten Delegierten Rechtsakt zur Einstufung von Soja als high iLUC risk-Rohstoff ist bei der Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments mit 388 Ja-Stimmen angenommen worden. Damit hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten für den Ablehnungsantrag ausgesprochen; die erforderliche Stimmenzahl von 361 wurde deutlich übertroffen.

Das Statement von Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie:
„Wir begrüßen, dass eine deutliche Mehrheit im Europäischen Parlament den inakzeptablen Delegierten Rechtsakt der Europäischen Kommission zurückgewiesen hat.
Die der Einstufung von Soja als high iLUC-Risiko zugrundeliegende Studie zeichnet sich durch Intransparenz und gravierende methodische Mängel aus. Sie muss daher grundlegend überarbeitet werden.
Der Vorschlag der Kommission ist zu hundert Prozent inkompatibel mit der EU-Proteinstrategie.
Der von DG ENER vorgelegte Delegierte Rechtsakt beschädigt die strategischen Interessen Europas bei der Resilienz von Energie- und Futtermittelversorgung, er sorgt für die Verlagerung der Sojaverarbeitung in Drittstaaten und den Rückgang des europäischen Sojaanbaus.
Aus Gesprächen wissen wir, dass die Unterstützung des Ablehnungsantrages im Parlament noch größer war, als es das Abstimmungsergebnis zeigt. Die Bewertung, dass der Vorschlag der Kommission unter verschiedenen Gesichtspunkten ungeeignet ist, teilen Abgeordnete vieler Fraktionen, wie auch die Abstimmung im ITRE-Ausschuss zeigt.“

AKTUELLES
23. April 2026
THG-Quotengesetz: Beschluss im Bundestag gibt der heimischen Biokraftstoffwirtschaft wieder eine Perspektive

Mit dem Beschluss des THG-Quotengesetzes im Deutschen Bundestag setzt Deutschland zentrale Vorgaben der RED III für den Verkehrssektor um. „Die Verabschiedung im Bundestag ist die wesentliche Voraussetzung, um durch Betrugsvorbeugung und Weiterentwicklung der THG-Quote eine Erholung des deutschen Biokraftstoffmarktes zu ermöglichen“, sagt Elmar Baumann vom Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie.

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15. April 2026
Biodiesel in der Binnenschifffahrt: Neue Liste mit Motorenfreigaben für B100 und Beimischungen erleichtert Klimaschutz

Biodiesel in der Binnenschifffahrt kann erheblich an Bedeutung gewinnen. Zahlreiche Schiffsmotoren sind bereits heute für den Betrieb mit reinem Biodiesel (B100) oder mit höheren Biodiesel-Beimischungen wie B20 oder B30 zugelassen.

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3. März 2026
Biodiesel sichert Klimaschutz für Lkw, Busse, Traktoren und mobile Maschinen: Aktualisierte Freigabeliste für Nutzfahrzeuge mit B20, B30 und B100

Viele Lkw, Busse, Traktoren und Baufahrzeuge sind bereits für höhere Biodieselanteile freigegeben. In der aktualisierten Freigabenliste geben 20 Fahrzeug- und Motorenhersteller einen Überblick darüber, welche Nutzfahrzeuge und Motoren problemlos mit höheren Biodiesel-Beimischungen oder reinem Biodiesel betrieben werden können.

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24. Februar 2026
Verbändeallianz setzt auf ambitionierte THG-Quote für erneuerbare Kraftstoffe im Straßenverkehr

Der Bundestag beschäftigt sich am 25. Februar in Erster Lesung mit dem Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). In einem gemeinsamen Positionspapier mahnen u.a. Verbände der Kraftstoffbranche Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf durch den Bundestag an.

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2. Februar 2026
Bundesrat gibt klare Empfehlungen in Richtung Bundestag: Biokraftstoffe sind Teil der Lösung

Das Plenum des Bundesrates hat zum Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote mehrere wichtige Entscheidungen getroffen und Biokraftstoffe als wesentlichen Baustein des Klimaschutzes herausgestellt.

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10. Dezember 2025
BLE-Bericht: Biokraftstoffe sparen auch 2024 knapp 12 Millionen Tonnen CO2 ein

„Biokraftstoffe sind nach wie vor der entscheidende Lieferant für CO2-Einsparungen im Straßenverkehr“, sagt Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie. „Im Quotenjahr 2024 haben Biokraftstoffe 11,5 Millionen Tonnen CO2 vermieden und damit etwas weniger als im Jahr davor.“ Das geht aus dem aktuellen Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor.

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20. Oktober 2025
RED III UNBEDINGT zum 01.01.2026 umsetzen: Kabinettsbeschluss dringend erwartet

Die europäische Renewable Energy Directive (RED III) sollte bereits im Mai 2025 in deutsches Recht umgesetzt sein. Nun könnte sich das Datum für die Umsetzung erneut verschieben. Eine weitere Verzögerung würde die dringend notwendige Beendigung der schweren Marktverwerfungen, die durch riesige Importmengen falsch deklarierter Biokraftstoffe aus China entstanden sind, verhindern.

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14. Oktober 2025
Biokraftstoffe: Neue Broschüre liefert Fakten, Umfrageergebnisse und politische Forderungen

Mit der heute veröffentlichten Broschüre „Politikinformation Biokraftstoffe – Verbrauchervertrauen, Fakten und Hintergründe“ stellen die Verbände der Biokraftstoffbranche Daten, Hintergrundinformationen und Forderungen zur Rolle von Biokraftstoffen beim Klimaschutz und der Mobilitätswende vor. Angesichts stagnierender Emissionsminderungen im Verkehrssektor und der schleppenden Elektrifizierung von Fahrzeugflotten mahnt die Broschüre ein technologieoffenes Vorgehen an.

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31. Juli 2025
VDB begrüßt deutsche Klage gegen EU-Kommission

Der VDB nennt die Entscheidung des Bundesumweltministeriums, rechtlich gegen die EU-Kommission vorzugehen, folgerichtig und konsequent. Hintergrund ist die Untätigkeit der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission angesichts ernstzunehmender Hinweise deutscher Behörden, dass große Mengen von Biokraftstoffimporten aus China betrügerisch als „fortschrittlich“ deklariert sind.

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17. Juli 2025
RED III-Umsetzung im Verkehr muss Potenzial von Biokraftstoffen ausschöpfen – Verbesserungen des Gesetzesentwurfs erforderlich

Der VDB sieht im aktuellen Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote wichtige Elemente für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor. Positiv bewertet der Verband, dass das Umweltministerium einen ersten Schritt unternehmen will, um gegen den Betrug bei fortschrittlichen Biokraftstoffen aus Drittländern vorzugehen. Die Frist zur Stellungnahme für Verbände und Unternehmen zum Referentenentwurf endet am morgigen Freitag.

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Aktualisierte Freigabenliste für den Betrieb mit Biodiesel (B10 | B20 | B30 | B100)

Viele Lkw, Busse, Traktoren und Baufahrzeuge sind bereits für höhere Biodieselanteile freigegeben. In der aktualisierten Freigabenliste (hier die englische Version) geben 20 Fahrzeug- und Motorenhersteller einen Überblick darüber, welche Nutzfahrzeuge und Motoren problemlos mit höheren Biodiesel-Beimischungen oder reinem Biodiesel (B100) betrieben werden können. Höhere Biodiesel-Beimischungen wie B10, B20 oder B30 bis hin zu reinem Biodiesel ermöglichen eine deutlich stärkere Treibhausgasminderung und damit mehr Klimaschutz. In Österreich, der Schweiz und Frankreich gibt es bereits heute einen nennenswerten Einsatz von B100.

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Aktualisierte Freigabenliste für Binnenschiffe

Zahlreiche Schiffsmotoren sind bereits heute für den Betrieb mit reinem Biodiesel (B100) oder mit höheren Biodiesel-Beimischungen wie B20 oder B30 zugelassen. Die aktualisierte Liste bietet einen Überblick.

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Neue Freigabenliste für Landmaschinen vom TFZ Straubing

Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing bietet mit seiner umfassenden, gut strukturierten Freigabenliste für Landmaschinen eine exzellente Marktübersicht über die aktuellen Einsatzmöglichkeiten alternativer Kraftstoffe (Stand: April 2026). Die Freigabenliste wurde im Rahmen des Projekts TrAkzeptanz erstellt, das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat finanziert wird. Für Biodiesel als Reinkraftstoff (B100) und höhere Biodiesel-Beimischungen (B10, B20, B30) liegen zahlreiche Freigaben vor:

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B10 – der neue nachhaltige Diesel

Mit B10 wird ein neuer Dieselkraftstoff bezeichnet, dem bis zu 10 Prozent Biodiesel beigemischt wird – bisher gab es B7. Der neue Kraftstoff kann ab Mitte April von jeder Tankstelle in Deutschland angeboten werden. Alle Fragen und Antworten finden Sie auf unserer Themenseite.

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STANDPUNKT

„Biokraftstoffe sind die einzige Alternative zu fossilen Kraftstoffen, die es derzeit in relevanten Mengen gibt. Sie ermöglichen erneuerbare Mobilität – auch bei Dunkelflauten.”

Elmar Baumann
Geschäftsführer
Verband der Deutschen
Biokraftstoffindustrie

11 Mythen der Verkehrswende

Wie bewegen wir uns in Zukunft fort? Haben wir noch eigene Autos? Welche Technologien dominieren – und wo verläuft der kürzeste Weg in Richtung Klimaneutralität? Wir möchten Antworten bieten und gleichzeitig manche Fehleinschätzung korrigieren.

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WISSENSWERTES
Klimaschutz

Biokraftstoffe leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Für Pkw, Lkw und Busse stellen sie heute mit über 95 Prozent den größten Teil der erneuerbaren Energie – und haben zuletzt den CO₂-Ausstoß um 11 Millionen Tonnen reduziert.

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THG-Quote

Deutschland verfolgt ambitionierte Klimaziele. Im Verkehrssektor ist die Treibhausgas-Quote das zentrale Element für die Dekarbonisierung. Wir erläutern, wie sie funktioniert, und welche anderen rechtlichen Vorgaben für Biokraftstoffe gelten.

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Marktdaten

Wer die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen rund um Biokraftstoffe verstehen will, braucht dafür solide Fakten. Der VDB stellt die wichtigsten Daten zu Produktion, Absatz, THG-Einsparung und Flächennutzung zusammen.

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ZAHLEN & FAKTEN

CO₂-Emissionen im Verkehrssektor

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Politikinformation Biokraftstoffe

Daten, Fakten, Forderungen – in der Broschüre sind die wichtigsten Infos zu Biokraftstoffen zusammengefasst. Zudem zeigt eine repräsentative Umfrage, dass die Mehrheit der Bevölkerung Biokraftstoffe sehr positiv bewertet.

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Positionspapier zum THG-Quotengesetz

Im gemeinsamen Positionspapier plädieren die Kraftstoffverbände mit Unterstützung des ADAC unter anderem dafür, die Obergrenze für anbaubiomassebasierte Biokraftstoffe stufenweise auf das unionsrechtlich zulässige Niveau von 5,8 Prozent anzuheben.

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