Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Verwendung

E10

Bioethanol wird in Deutschland seit Januar 2011 hauptsächlich als zehnprozentige Beimischung zu Benzin (E10) vertrieben. Bereits zuvor wurden dem herkömmlichen Ottokraftstoff fünf Prozent Bioethanol zugesetzt (E5). Weder eine Umrüstung der Fahrzeuge noch der Aufbau einer eigenen Tankstelleninfrastruktur sind für diese Verwendung notwendig. Über 90 Prozent der Fahrzeuge in Deutschland können E10 problemlos nutzen. Tankstellen, die E10 anbieten, müssen auch E5 verkaufen. Damit ist sichergestellt, dass vor allem Altfahrzeuge ausländischer Hersteller weiterhin betankt werden können, die nicht für E10 freigegeben sind. Diese wenigen Ausnahmen sind in der Broschüre zur E10-Verträglichkeit der Deutschen Automobil Treuhand aufgelistet.

E85

Bioethanol wird auch in einer Beimischung zu normalem Ottokraftstoff von 85 Prozent als E85 verkauft. Spezielle Flexible Fuel Vehicles (FFV) können mit diesem Kraftstoff betrieben werden. Dieser Kraftstoff ist wegen seiner ökologischen Vorteile zunächst bis Ende 2015 von der Energiesteuer befreit und damit deutlich preiswerter als herkömmlicher Ottokraftstoff.

In Ländern wie Brasilien, Schweden und USA ist dieser alternative Kraftstoff längst im Alltag angekommen. Unterschiedliche FFV-Modelle werden dort serienmäßig angeboten. Sie sind geeignet für beliebig hohe Mischungen von  Kraftstoff aus Bioethanol und Ottokraftstoff. In Deutschland werden diese Fahrzeuge gegenwärtig von Ford und Volvo vertrieben. Seit 2005 bauen hierzulande Freie Tankstellen eine Infrastruktur auf.

ETBE

Ein weiterer Absatzmarkt für Bioethanol ist das Benzin-Additiv "Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether" (ETBE). ETBE ersetzt das aus Erdöl hergestellte Benzin-Additiv "Methyl-Tertiär-Butyl-Ether" (MTBE). Damit können die Oktanzahlen des Kraftstoffes und die Klopffestigkeit erhöht werden. ETBE ist ein Gemisch aus etwa gleichen Teilen Ethanol und Isobuten und kann dem fossilen Kraftstoff bis zu etwa 15 Prozent beigemischt werden.