Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


In Europa

Für die Biokraftstoffindustrie spielt die europäische Gesetzgebung eine entscheidende Rolle. Zwei europäische Richtlinien sind dabei von besonderer Bedeutung:

In der RED haben sich die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis zum Jahr 2020 mindestens 10 Prozent der im Verkehrbereich genutzten Energie aus erneuerbaren Energiequellen bereitzustellen. Den überwiegenden Anteil daran werden mit bis zu 7 Prozent die Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse wie Biodiesel und Bioethanol haben.

In der FQD werden die Mineralölkonzerne der Mitgliedstaaten verpflichtet, die Treibhausgas-Bilanz ihrer Kraftstoffe kontinuierlich zu verbessern und so CO2 einzusparen. Biokraftstoffe übernehmen auch hier einen entscheidenen Anteil - entweder als Bio-Reinkraftstoff (B100) oder als Beimischung zu herkömmlichen fossilen Kraftstoffen (B5/B7).

 

Mit der Förderung von Biokraftstoffen verfolgt die EU folgende Ziele:

  • die Erfüllung der Klimaschutzverpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll und möglichen Folgeabkommen
  • die Verringerung der Abhängigkeit von Mineralölimporten
  • die Stärkung der Landwirtschaft

Der VDB ist Mitglied im europäischen Dachverband der Biodieselproduzenten (European Biodiesel Board, kurz EBB), der seinen Sitz in Brüssel hat. In Zusammenarbeit mit der dortigen Vertretung spricht der Verband deutsche Mitglieder des Europäischen Parlaments und Mitarbeiter der Europäischen Kommission an, um die Belange der deutschen Biokraftstoffindustrie in Brüssel zu vertreten.

Ende November 2016 hat die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag zur RED II vorgelegt, mit dem die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien im Verkehrssektor in der Zeit nach dem Jahr 2020 geregelt werden sollen. Der Text dieses "Proposal for a DIRECTIVE OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL on the promotion of the use of energy from renewable sources (recast) ist hier abrufbar.