Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffindustrie: Vorschlag der Ratspräsidentschaft zu Recht abgewiesen

Berlin,

„Der Vorschlag der litauischen Ratspräsidentschaft, mit dem die EU-Gesetzgebung zu Biokraftstoffen neu geregelt werden sollte, ist zu Recht im Energieministerrat abgelehnt worden. Der Kompromiss enthielt keine geeigneten Regelungen, um Regenwaldrodungen zu stoppen. Er hätte aber die europäische Biokraftstoffindustrie und Landwirtschaft schwer beschädigt“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Er forderte, tragfähige Konzepte zu entwickeln, mit denen das Problem der so genannten indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) gelöst werden kann, ohne die Biokraftstoffproduktion in Europa abzuwürgen. Die iLUC-Problematik müsse an Ort und Stelle in den Ländern gelöst werden, in denen die Regenwaldabholzung stattfindet. Zudem sei es nicht zielführend, wenn nur der kleine Bereich der Biokraftstoffproduktion eine iLUC-Regelung erfährt, während die deutlich größeren Bereiche Lebensmittel, Futtermittel und Chemie nicht berücksichtigt werden.

„Die deutsche Bundesregierung hatte wichtige Einwände gegen Regelungen des Kompromissvorschlags geäußert und hatte einen eigenen Vorschlag in die Brüsseler Diskussion eingebracht. Dieser Vorschlag ist leider ebenso wenig berücksichtigt worden wie die Kritik an wesentlichen Bestandteilendes Ratspapieres“, sagte Baumann. Die Bundesregierung hatte vorgeschlagen, iLUC bei den bisher erreichten europäischen Produktionsmengen von Biodiesel und Bioethanol nicht zu berücksichtigen, da etwaige Verdrängungseffekte bereits geschehen seien. Wenn iLUC bei diesen Mengen nun berücksichtigt würde, könnte dies keine Auswirkungen mehr auf Regenwaldrodungen haben.

„Der VDB wird sich weiterhin in die fachliche Diskussion um iLUC und alle anderen Aspekte von Biokraftstoffen einbringen. Deshalb laden wir alle Kritiker von Biokraftstoffen ein, mit uns in einen konstruktiven Dialog zu treten, um gemeinsam Wege für die Weiterentwicklung der Biokraftstoffpolitik zu entwickeln“, sagte Baumann.

Zurück