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Biokraftstoffindustrie: neue Strategie der EU-Kommission erschwert Klimaschutz im Verkehrssektor

Berlin,

„Mit ihrer gestern veröffentlichten Mitteilung zur Strategie für emissionsarme Mobilität setzt die Europäische Kommission die bisherigen Erfolge ihrer Klimapolitik ohne Not aufs Spiel“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Nach dieser Strategie will die Kommission, dass die bisher im Markt befindlichen Biokraftstoffe in der Zeit nach dem Jahr 2020 durch  Biokraftstoffe der so genannten 2. Generation ersetzt werden. Bisher gibt es jedoch keine nennenswerten Mengen von Biokraftstoffen der 2. Generation im Markt. „Die EU-Kommission übersieht völlig, dass 1. und 2. Generation bei Biokraftstoffen zusammengehören - eine 2. Generation wird es ohne die 1. gar nicht geben“, sagte Baumann. „Auf den fundamentalen Beitrag der markteingeführten Biokraftstoffe zum Klimaschutz im Straßenverkehr zu verzichten und die Investitionen in Landwirtschaft, Logistik und Produktion zu entwerten ist das Letzte, was sich die Europäische Kommission angesichts der Herausforderungen bis 2030 leisten kann.“ 

In der Mitteilung behauptet die Kommission, dass mit der neuen Strategie das Ziel verbunden sei, Unternehmern Investitionssicherheit zu bieten. „Wenn die Kommission den im Markt befindlichen Biokraftstoffen die Unterstützung in Form der Anrechnung auf Klimaziele entziehen will, dann bedeutet dies das genaue Gegenteil von Investitionssicherheit. Es gibt kein Unternehmen, das bei solch wankelmütiger Politik das Risiko eines weiteren Investments, diesmal in fortschrittliche Biokraftstoffe, auf sich nehmen würde“, sagte Baumann.

„Das Ziel der Kommission, einen emissionsarmen Verkehr zu erreichen, würde durch die jetzt vorgelegte Strategie weit verfehlt“, sagte Baumann. Biodiesel und Bioethanol seien die einzigen in größerem Umfang vorhandenen Alternativen zu fossilen Kraftstoffen. „Wenn man den im Markt befindlichen Biokraftstoffen die Unterstützung entziehen will, hat das also fatale Folgen für die Klimabilanz des Verkehrssektors, weil fast ausschließlich fossile Energie benutzt würde “, sagte Baumann. Die Kommission habe darüber hinaus keinerlei Vorschlag, mit welchem Kraftstoff der Lkw-Verkehr nach 2020 fahren soll. „Speziell hier bieten sich höhere Beimischungen von Biokraftstoffen als eine Lösung an“, sagte Baumann.

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