Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biokraftstoffe werden auch nach Klimakabinett gebraucht

Berlin,

Auch nach den Beschlüssen des Klimakabinetts werden Biokraftstoffe benötigt, um die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken. Schließlich führen die jetzt verabschiedeten Maßnahmen für den Verkehrssektor erst mittelfristig dazu, dass andere alternative Kraftstoffe als Biodiesel und Bioethanol verfügbar sind. „Schaut man auf den Maßnahmenplan des Klimakabinetts, dann werden Biokraftstoffe auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle beim Klimaschutz im Verkehr spielen müssen“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Insbesondere im Hinblick auf die europäischen Klimaschutzverpflichtungen der Lastenteilung (Effort Sharing Regulation, ESR) müssen die Emissionen bis 2030 verbindlich gesenkt werden. Auch wenn in den kommenden Jahren vermehrt Elektromobilität und strombasierte Kraftstoffe ausgebaut werden, können sie erst mittelfristig einen höheren Einfluss auf die Erreichung der Klimaziele gemäß der Lastenteilung haben. „Um den Treibhausgasausstoß der Antriebsenergie zu senken und damit Strafzahlungen in großem Ausmaß zu verhindern, stehen in den kommenden Jahren fast ausschließlich Biokraftstoffe zur Verfügung“, sagte Baumann.

Die Biokraftstoffindustrie erwartet daher, dass das bestehende Förderinstrument für alternative Kraftstoffe fortgeführt wird. „Die derzeitige Förderung für Biokraftstoffe stellt ein bewährtes Instrument dar, um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken“, sagte Baumann. „Durch sie erhält der CO2-Ausstoß im Verkehr schon heute einen Preis, der um Größenordnungen höher liegt als der von der Koalition beschlossene Mindestpreis in Höhe von zehn Euro.“ Baumann forderte, dass diese technologieoffene Gesetzgebung beibehalten wird, da sie auch Elektromobilität, Wasserstoff  und andere strombasierte Kraftstoffe umfasst.

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