Biokraftstoff - Nachhaltigkeit garantiert.


Biodiesel führt zu sinkenden Partikelemissionen und leicht steigendem Stickoxidausstoß

Berlin,

Die Beimischung von Biodiesel zum fossilen Dieselkraftstoff bewirkt, dass bei der Verbrennung im Motor deutlich weniger Feinstaub-Partikel entstehen. Gleichzeitig steigen jedoch die Stickoxidemissionen im Motor leicht an. Diese Stickoxide können durch die Abgas-Nachbehandlung problemlos reduziert werden. Eine Nachbehandlung des Abgases ist zur Gewährleistung der EURO 6-Grenzwerte sowieso notwendig und üblich, weil Stickoxide (NOx) auch bei der Verbrennung von fossilem Kraftstoff im Dieselmotor entstehen. Die Stickoxide entstehen also unabhängig von der Nutzung von Biodiesel.

„Aufgrund der relativ geringen Beimischung von sieben Prozent Biodiesel ist der Effekt auf die NOx-Rohemissionen praktisch nicht feststellbar. Mit einer ordnungsgemäßen Abgasnachbehandlung wird der NOx-Grenzwert am Auspuff sicher eingehalten“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Jedenfalls müsse die Automobilindustrie das Problem der Stickoxidemissionen unabhängig von der Biodieselbeimischung lösen. Durch die Vorkehrungen zur Verringerung der Stickoxidemissionen seien auch höhere Beimischungen von Biodiesel mit der Einhaltung der EURO 6-Grenzwerte vereinbar, bis hin zur Nutzung von reinem Biodiesel (B100) in Nutzfahrzeugen. 

„Biodiesel ist bei nachhaltigem Anbau der Biomasse wegen seines geringeren Treibhausgaspotentials und anderer positiver Eigenschaften eine umweltschonende Alternative zu fossilem Kraftstoff“, sagte Baumann. Biodiesel ist zum Beispiel schnell biologisch abbaubar: Im Falle einer Havarie geht von Biodiesel deutlich weniger Gefahr aus als von Dieselkraftstoff fossilen Ursprungs, der Boden und Grundwasser auf Jahre verseuchen kann. Daher ist der Einsatz von Biodiesel als Reinkraftstoff vor allem in der Land- und Forstwirtschaft zu empfehlen.

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